Fortbildungsreihe "Dialog schaffen" - partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern stärken

 

„Dialog schaffen“ trägt durch die Wertschätzung der Vielfalt der Familien in der Kita zur Stärkung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Eltern bei. Das Ziel von „Dialog schaffen“ besteht darin, Dialoggruppen mit Eltern in den Kitas zu etablieren und regelmäßig durchzuführen, um eine beständige und vertrauensvolle Beziehung zwischen den Erzieher*innen und den Eltern zu unterstützen. „Dialog schaffen“ will pädagogische Fachkräfte darin stärken, die Kommunikation mit Eltern (mit und ohne Migrations- und Fluchtgeschichte) aktiv zu suchen und zu verfestigen. Darüber hinaus ist es wichtig, die Gesundheitsförderungskompetenzen sowie die psychischen Ressourcen (Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit) der Eltern zu stärken, damit sie ihre Kinder bei der Entwicklung aktiv unterstützen können. Dies ist ein weiteres wichtiges Ziel der Fortbildungen.

Fünf bis sechs Kitas mit jeweils drei (bei großen Einrichtungen max. vier) Teilnehmer*innen (davon eine Leitungsperson) können an "Dialog schaffen" vom Aptil bis Oktober 2019 teilnehmen.

Die Bewerbung erfolgt über Frau Dorota Niewęgłowska-Köhler, die auch für Auskünfte in der Bewerbungsphase zur Verfügung steht.

 

 

Inhalt

In den vier Fortbildungsmodulen (insgesamt sieben Fortbildungstage) werden Fachkräfte (jeweils Leitung und Erzieher*innen aus dem Team) in die Perspektiven der Eltern eingeführt und methodisch auf die Dialoge mit Eltern vorbereitet. Inhaltliche Grundlagen sind die Stimmen der Eltern und Erzieher*innen aus zwei Vorstudien zu Themen wie Umgang mit Sprachenvielfalt, Umgang mit ethnisch-kultureller Vielfalt, Vorstellungen von frühkindlicher Bildung sowie Wohlbefinden/Gesundheit der Kinder. Die Themen und Methoden der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung finden sich in den Modulen wieder. Zwischen den einzelnen Modulen werden die kitas unterstützt, eigene Dialoggruppen mit Eltern in ihren Kitas durchzuführen und ihre Praxiserfahrungen in den Fortbildungsmodulen auszutauschen.

 

Arbeitsmethoden

Den Ausgangpunkt der Fortbildungen bildet die Reflexion der eigenen Rolle und des eigenen pädagogischen Handelns im Bezug auf die Zusammenarbeit mit Eltern. Methoden der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung werden eingesetzt - Übungen, Fallbeispiele, Dialogrunden, Arbeit in Kleingruppen und im Plenum, kreative Ansätze. Es wird viel Raum für die Selbstreflexion und für den Erfahrungsaustausch gelassen. Diealogische Haltung, Perspektivwechsel, Freiwilligkeit und Prozessorientierung stellen die Basis der Arbeit in den Modulen dar. Es wird auf die individuelle Gegebenheiten und Bedürfnisse der einzelnen Kitas und Teilnehmer*innen eingegangen; sie entwickeln ihre eigenen Umsetzungsstrategien für ihre Kitas.

 

Teilnahmebedingungen und Zielgruppe

  • LggK-Teilnahme bzw. Kitas aus Bezirken, in denen das Landesprogramm angesiedelt ist (Mitte, Pankow, Reinickendorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Spandau, Treptow-Köpenick, Steglitz-Zehlendorf)
  • Teilnahme der Kita-Leitung und mindestens zwei weiteren pädagogischen Fachkräften aus einer Einrichtung; Konsens zur Teilnahme im gesamten Kita-Team; schriftliche Einwilligung des Trägers und des Kita-Teams in Bewerbungsunterlagen
  • Teilnahme an allen Fortbildungsmodulen und Umsetzung der Praxisaufgaben
  • Interesse am Thema der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Eltern; ressourcenorientierter Blick auf Eltern
  • Offenheit für neue Ansätze, Bereitschaft an der eigenen Haltung zu arbeiten und Veränderungsprozesse anzuschieben

 

Termine

Modul I: 29.-30.04.2019 (Mo-Di), 09.00 bis 16.00Uhr

Modul II: 13.-14.06.2019 (Do-Fr), 09.00 bis 16.00Uhr

Modul III: 15.-16.08.2019 (Do-Fr), 09.00 bis 16.00Uhr

Modul IV: 21.10.2019 (Mo), 09.00 bis 16.00Uhr

 

Ort

Berliner Kita-Institut für Qualitätsentwicklung (BeKi)

Erich-Steinfurth-Str. 7

D-10243 Berlin (direkt am Ostbahnhof)

 

Praxisphasen

Zwischen den einzelnen Modulen führen die Kitas eigene Dialoggruppen mit Eltern in ihren Kitas durch und tragen ihre Praxiserfahrungen in die weiteren Fortbildungsmodule zurück. Themen wie Gesundheit, Gesunde Ernährung oder Bewegung spielen dabei eine wichtige Rolle. Mit den Dialogrunden wird ein gleichwertiger Austausch mit den Familien angestrebt. Die Perspektive der Eltern wird seitens der Fachkräfte bewusst wahrgenommen.

 

Kosten

Das Angebot ist noch nicht verindlich. Dieses Angebot wird vorbehaltlich der Finanzierungszusage durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung finanziert und ist Bestanteil des Aktionsprogramms Gesundheit.

 

Anmeldefrist

bis zum 31.01.2019 mit folgendem Dokument. Formular zum Download (PDF)